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fuchs: (dream)
[personal profile] fuchs

Ich war Studentin in GB, in einer WG in Notting Hill. Ich wusste, dass ich merkwürdige Fähigkeiten hatte, aber so richtig klar wurde das erst, als in der Gegend ein Feuerteufel umging. Wir wurden immer wieder des Nachts von lauten Durchsagen geweckt, Fenster schließen, etc. Ich habe mich dann immer aus dem Fenster gelehnt, versucht, das Feuer zu sehen (was meistens ohne Probleme ging), und habe diesem dann mit einer Handbewegung den Sauerstoff entzogen, so dass es ausging.
Irgendwie war ich allerdings der Meinung, dass die Feuer immer näher an unserem Haus ausbrachen. War da jemand hinter mir her?
An einem Abend bin ich dann spät unterwegs nach Hause gewesen, als mich ein Dämon schnappte und in die Hölle verschleppte. Lustigerweise wurde ich ihn dort sehr schnell los. Dieser Teil der Hölle sah aus wie eine gigantische Spielzeugfabrik. Allerdings wurden dort heimlich auch Engelsflügel verpackt und verschickt. Ja, die waren offenbar gestohlen. Also habe ich ein Paar ausgepackt, mir an den Rücken gehalten, wo sie sofort anwuchsen und bin aus der Hölle geflogen.
Auf der Erde traf ich dann jedoch einen wahnsinnigen Engel, ich glaube, auch ihm waren die Flügel gestohlen worde und nun trug er ein falsches Paar. Das auf meinem Rücken war zufällig seines, oder vielleicht hatte er mich deswegen aufgespürt. Als ich ihm meines gab, gab er mir zum Dank "einen Namen zu rechten Zeit".

Zurück in die WG konnte ich nicht. Ich war ja gefährlich. Also trieb ich mich eine Weile in der Partyszene herum. Dort fiel ich einigen Vampiren auf, die der Meinung waren, ich wäre einer von ihnen. Ich roch so. Wir wurden nach einigen Querelen relativ schnell Freunde, speziell, nachdem ich ihnen im Kampf gegen einige Werwölfe half. Nach ziemlich kurzer Zeit durfte ich sogar mit in deren Hauptquartier ziehen. Sie fanden es praktisch, einen Menschen zu haben, der tagsüber alles Mögliche tun konnte. Keiner hatte den Impuls mich zu beißen, ich roch nach Freund und Familie, nicht nach Futter.
Besonders mit der Konventleiterin freundete ich mich an, eine sehr alte, weise und freundliche Vampirin mit langen schwarzen Haaren.
Eines Tages griffen uns Dämonen an, unter der Leitung eines Oberdämons.
Kurz bevor sie uns alle auslöschten, kam Satan, es gab einen Perspektivwechsel und ich *war* Satan. Ich schnaufte unzufrieden und nannte der Studentin den Namen dieses blöden Dämons: Belial. Offenbar schuldete der Teufel dem Engel etwas? Jedenfalls verschwand der Teufel wieder und ich war wieder die Studentin.
Ich schrieb den Namen mit Wasser in die Luft und Belial und sein Trupp waren gebannt. Kaum einen Tag später, wir waren noch beim aufräumen, umringten Werwölfe das Haus, griffen aber nicht an. Es war kurz vor Sonnenaufgang. Alle Vampire huschten von den Fenstern weg, ich mit. Die Leiterin jedoch schaute aus einem Türspalt heraus.
Wir konnten hören, dass etwas sehr Großes, sehr Altes kam. Dann sah die Leiterin zu mir und nickte, dass ich rausgehen sollte. Ich als Mensch war sicher eine gute Verhandlungsführerin.
Ich trat heraus und sah plötzlich vor mir den Vater aller Werwölfe, groß wie drei Männer übereinander, fahlbraun und häßlich. Er hatte drei zahnige Mäuler übereinander und große zottelige Ohren, aber keine Augen. Er war so leise! Dann sagte er mit einer sehr angenehmen Stimme:
"Ich habe dich gesucht. Es tut mir leid, dass ich nicht rechtzeitig da war, um dich zu beschützen."
Ich lächelte breit und bat ihn, eine andere Gestalt anzunehmen. Also stand er kurz darauf als sehr gutaussehender, wenn auch etwas sehr bärtiger Mann vor mir.
"Was ist denn so besonders an mir?" fragte ich.
"Mir fehlen einige Enzyme, und du hast sie." sagte er. Das kam mir reichlich komisch vor, aber er fuhr schon fort: "Du bist meine Partnerin."
Ich hob eine Augenbraue beim nicht unangenehmen Gedanken daran, mit diesem Kerl zu schlafen, und er grinste: "Genau."
Damit war klar, dass er durch mich irgendeine Form der Erlösung finden würde (allerdings nicht vom Werwolfsein, denn das war seine Natur, kein Fluch oder so), und zwischen Vampiren und Werwölfen Frieden geschlossen werden würde.

~~~~~~

Der Feuerteufel kommt aus diversen Unterhaltungen und Bildern der letzten Tage. Ebenso Notting Hill. Solche Fähigkeiten habe ich im Traum ständig. Die Hölle ist ebenfalls ein altes Thema, allerdings war ich noch nie dermaßen unproblematisch wieder draussen.
Feuer ist wie immer: gewaltsame Veränderung.
Jetzt wird es allerdings spannend:
Vampire sind auf jeden Fall Verhaltensweisen, die mich aussaugen. Das bezieht sich ja sowas von auf die Verhaltensweisen, die ich gerade abzulegen versuche...
Werwölfe dagegen werden als "Absichten" interpretiert.
Der Teufel ist ebenfalls ein alter Bekannter: Er verkörpert "jene Gefühle, Wünsche, Begierden und Leidenschaften, die man bewusst zwar ablehnt, von denen man aus dem Unbewussten aber doch stark beeinflusst und geschädigt wird."
Engel dagegen verkörpern "Botschaften aus dem Unbewussten, die man beachten und in die Lebensgestaltung einbeziehen sollte."
Flügel sind Wege, "sich über die Gegebenheiten zu erheben".
Zähne stehen übrigens für sexuelle und materielle Bedürfnisse, Augen dagegen für alles was Geist und Intelligenz betrifft.

Also interpretiere ich das folgendermaßen:

Ich bin etwas Besonderes, weil ich dem Feuer in anderen Häusern seine vernichtende Kraft nehme. (Überhaupt verändere ich meine Welt in einem ungeheuren Maß, durch meine "besonderen Fähigkeiten". Immer wieder ganz wichtig: Durch Bewusstsein.)
Nun entführt mich ein Dämon in eine Sorte Leben, die ich nicht führen will, welches passenderweis mit Spielzeugen gespickt ist. Also das Leben, in dem Fandom, Spielen und purer Konsum die Hauptrolle spielen. Tatsächlich halte ich das für mich ja sogar für "verwerflich", für "Sünde", in gewisser Weise. Unter den Spielzeugen verbergen sich jedoch Wege, dem zu entkommen. (Tatsächlich ist ja Traidis dort entstanden und ist nun das Ticket, auf das ich am meisten setze. Oder Seelenbücher, z.B. Ein Hobby, aus dem mehr wurde.) Ich weiß nicht exakt, was mit dem Engel gemeint ist. Auf jeden Fall legt er das Fundament für eine spätere Entwicklung. Nun waren mir also Vampire (Fluchtmechanismen etc.) Freunde und Schutzwall, während sich Dämonen (Zweifel und Ängste) und Werwölfe (Absichten und Pläne) um mich schlugen.
Der Teufel ist nun ganz faszinierend. Ich träume schon seit sehr langer Zeit immer wieder von ihm. Aber ich *war* noch nie der Teufel. Ich habe offenbar diesen abgelehnten Teil von mir noch nie *so* sehr als Teil von mir akzeptiert. Und ausgerechnet er benennt den Hauptdämon. Tatsächlich habe ich erst vor kurzem meine absolute Hauptblockade erkannt, darüber wird noch ein entry folgen. Ich habe von jemandem eine Idee gehört und tief in mich hineingehört, ob die beschriebe Blockade vorhanden wäre, und mein Unterbewusstsein schickte ein deutliches Ja. Dadurch, dass so ein Ur-Zweifel erkannt ist, seine Ursache benannt, ist er meist schon gebannt. Interessanterweise gilt Belial "als die Personifikation der Bosheit, Nichtsnutzigkeit und Heillosigkeit". Na denn.
War sonst immer der Teufel der, der am Ende des Traumes die größte Bedrohung war und sich dann doch als Freund herausstellte, ist es nun der König der Werwölfe: die größte Absicht, der größte Plan, den man haben kann. Das Leben zu leben, das man möchte, nehme ich an.
Er als Anführer hat zu viele Zähne, jedoch keine Augen. Etwas beunruhigend... aber kein Wunder. Geistiges bekomme ich an der Uni zuhauf. An Sex und Geld fehlt es dagegen.
Das mit den Enzymen ist glaube ich weder sinnvoll noch wichtig. :D

Date: 2007-03-30 09:47 pm (UTC)
From: [identity profile] fusselbiene.livejournal.com
Du liegst falsch. Von 'nicht gefallen' kann keine Rede sein - den Sport des Durchanalysierens betreibe ich selbst, wenn auch auf andere Weise und undokumentiert. Mit meinem anderen comment hat das hier ebenfalls eher weniger zu tun.

Für mich ist Freude ebenfalls kein Gegensatz zur Logik an sich, aber da hab ich wohl *sehr* mißverständlich formuliert. Gomen.
Gemeint war das situationsbezogen auf diesen 'Masterplan'. Sich einfach wild in eine Idee hineintragen lassen, die vielversprechend wirkt, ohne zu versuchen, ihr vorher logische Grenzen/Erfolgschancen etc. zu setzen.

Wie gesagt, Träume deuten ist eigentlich nicht so meins. Darum laß ich dich jetzt mal mit deinen Zähnen allein ^^;

Date: 2007-04-02 09:39 am (UTC)
From: [identity profile] fuchs.livejournal.com
Sorry, ich hatte den Eindruck, du machst dir Sorgen um mich, was Analyse versus Spaß angeht. ^^;

"Sich einfach wild in eine Idee hineintragen lassen, die vielversprechend wirkt, ohne zu versuchen, ihr vorher logische Grenzen/Erfolgschancen etc. zu setzen."
Wow. Hältst du das für eine gute Verhaltensweise?! (nicht ironisch gemeint) Mich schüttelt es bei dem Gedanken. Aber meine errechneten Erfolgschancen hindern mich eh nie an etwas, ich bin ja totaler Optimist. :D
Ich meine, naja... *denk* Also, in den Traidis-Roman z.B. kann ich mich sehr gut fallen lassen, bloß aufgrund der Geschichte an sich. Aber alle meine Pferde setz ich lieber nicht darauf, dass ich damit mein Geld machen werde. ;)

Ich find, du machst dich ganz gut mit dem deuten. :)

Date: 2007-04-02 06:58 pm (UTC)
From: [identity profile] fusselbiene.livejournal.com
Ja - ich halte es für gut, sich manchmal Dingen hinzugeben, die man für gut befindet, ohne sie ellenlang zu umkreisen und doch noch nach einem Haken zu suchen. Es sei denn, das Bauchgefühl stimmt nicht, aber das setze ich bei 'für gut befinden' einfach mal voraus. Das heißt für mich nicht, dass man ohne Sinn und Verstand in etwas reinrennt - nur dass man es sich nicht 'zerdenken' sollte.

Du bist beispielsweise in der Regel ein Mensch, der durch nachgrübeln so lang Späne von Ideen abhobelt, bis sie so spitz werden, dass sie auch wirklich sitzen. Traidis beispielsweise.
Ich habe nur manchmal das Gefühl, dass du ...manchmal, eher selten, zu viel hobelst? [Es ist echt schwer, dieses Gefühl in Worte zu kleiden. Ich wollte dir jetzt aber nicht vermitteln, dass du dich besser kopflos in irgendwas verrennen solltest...^^;]

Traidis ist vom ganzen Konzept her etwas, was wahnsinnig fasziniert. Wahrscheinlich werden die Verlage sich momentan nicht unbedingt um ein unbeschriebens Blatt prügeln, aber wenn Traidis nicht genauso intensiv hookt wie Potter weiß ich's echt nicht.

Oh, und danke für das Kompliment mit dem Traumdeuten, ...sensei. ´_`


Date: 2007-04-09 11:02 am (UTC)
From: [identity profile] fuchs.livejournal.com
Das Problem liegt ganz anders, im Grunde sogar diametral entgegen gesetzt. Ich rede mir Dinge nicht schlecht. Ich glaube viel eher daran, dass sie funktionieren werden, ich *weiß*, dass sie funktionieren werden. Ich habe bloß Angst vor dem Erfolg.
Ich weiß nicht, was ich gegen deinen Eindruck tun kann, aber sei versichert: Ich suche mir keine Haken und rede mir Dinge nicht schlecht. Das wäre sogar völlig und absolut gegen meine Natur. :)

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