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Aus gegebenem Anlass, da es keine allgemeingültigen Vereinbarungen gibt, geschweige denn einen verlässlichen Instinkt, der einen in pur schriftlicher Kommunikation leiten kann, sammle ich hier Konventionen für mein kommunikatives Verhalten im Netz. 

Dies ist mein Livejournal, nicht mein Tagebuch. Ich habe ein Publikum, auf das ich Rücksicht nehmen muss. Ich äußere aber gleichzeitig sehr persönliche Ansichten, wenn ich z.B. wütend bin, verletzt oder mich beleidigt fühle, dann äußere ich das, und zwar deutlich..
Aus diesem Spannungsfeld ergeben sich für mich folgende Konsequenzen:

  • Ich diskutiere über Verhaltensweisen, aber nie über den Wert oder den Charakter von Personen. 

  • Auch über die Vailidtät von persönlichem Geschmack werde ich nicht diskutieren, wohl aber über Dinge, die man mag oder eben nicht.  

  • Ich bin der Überzeugung, dass es auch in pur schriftlichen Gesprächsbeiträgen Untertöne gibt. Diese Untertöne basieren ebenfalls auf den Konventionen der Offline-Kommunikation und den Erfahrungen aus Online-Kommunikation. Sie sind schwieriger festzulegen als die klassischen, welche selbst schon unmöglich endgültig zu greifen sind. Dabei gilt jedoch in jedem Fall:
    Unhöflich und/oder beleidigend ist, was so empfunden wird. Wenn eine Botschaft falsch verstanden wird, ist die Schuld dafür zunächst beim Sender zu suchen. Wer sich beleidigt und/oder verletzt fühlt, sollte dies jedoch äußern, damit die Möglichkeit besteht, die Intention der Aussage zu klären. War die Aussage nicht so gemeint, sollte die Kommunikations-Konvention für die Zukunft geklärt werden, um weiter daran zu arbeiten, Misverständnisse zu verhindern.
    Wer jedoch so unterschiedliche "Sprachen" spricht, dass ein Erlernen des jeweils anderen "Dialektes" nicht zu machen ist, sollte online nur begrenzt kommunizieren.

  • Ich bin der Meinung, dass pur emotionale Äußerungen ebenso nicht in Ordnung sind wie pur rationale. Es muss sowohl der Logik als auch dem menschlichen Empfinden Genüge getan werden.

Ich denke, das es zu all diesen Konventionen auch das genaue Gegenteil gibt, das von anderen vertreten wird. Es gibt auch offline unterschiedliche Vorstellungen und Modelle idealer Kommunikation, die aneinander geraten und aneinander wachsen können. Vielleicht brauchen wir einfach erst einmal verschiedene genauere Konzepte von erfolgreicher Online-Kommunikation.

Das ist, was mir jetzt so relativ spontan von dem einfällt, was ich in letzter Zeit überlegt habe. Das heißt noch lange nicht, dass ich all dies schon beherzige. Auch gefallen mir einige Formulierungen noch nicht und ich habe ganz sicher auch noch nicht alles bedacht. Dieser Eintrag wird also wahrscheinlich noch viel editiert werden.

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Prompted by recent discussions and because there aren't any generally accepted agreements (not to mention reliable instinct) about purely written communication, I'll collect conventions for my online communication in this entry.

This is my Livejournal, not my diary. I do have an audience which I have to be considerate of. At the same time I'm expressing very personal views, when I'm hurt, angry or sth. like that, I'm expressing that, and distinctly so.
This conflict calls for the following consequences:
  • I discuss behaviour, but never worth or character of people.

  • Also I'll never discuss the validity of personal taste, even if I talk about personal taste.

  • I am convinced that even purely written communication does have undertones. Those undertones base on the conventions of offline communication and experience in online communication. They are even slippier that classic ones, which aren't totally seizable themselves. Either way applies:
    Rude and insulting is what is sensed like that. A misunderstood message is firstly the fault of the sender. Whoever feels insulted and/or hurt should say so, though, so that the intention of the message can become clearer. If it wasn't meant that way, the communicative conventions should be discussed for prevention of future misunderstandings.
    If two people have two totally different 'languages' with no possibility or intention to learn the other, communication between those two should be limited.
  • Purely emotional expressions are as much not okay as purely rational ones. Logic and human feelings should be considered.

For every one of these conventions someone holds the exact opposite view, as it's normal offline, too.
Perhaps we need clearer concepts of successful online communication before the different concepts can grow from bumping into each other.

This is what I thought about these last days. It's not all and I don't act according to them all the time. Also I don't like all the phrasing yet. so I'll probably edit this entry a lot.

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